Kaufratgeber Geschirrspüler

Edelstahl oder Kunststoff: woran Sie einen robusten Geschirrspüler erkennen

Bei einem Einbaugerät verdeckt die Möbelfront ohnehin alles. Die Unterschiede liegen innen, bei den Teilen, die täglich heissem Wasser, Salz und Reiniger ausgesetzt sind.

Ist Edelstahl im Geschirrspüler besser als Kunststoff?

An den Stellen, die viel Hitze und Reiniger abbekommen, ja. Edelstahl ist hitzebeständig, formstabil, verfärbt nicht und bleibt über Jahre glatt. Kunststoff ist günstiger, leichter und kann nicht korrodieren. Bei vielen Geräten der mittleren und oberen Preisklasse ist der Spülbehälter aus Edelstahl. Die Unterschiede liegen oft bei Bodenwanne, Sprüharmen, Sprührohr und Sieben.

In der Schweiz sagt man oft Chromstahl. Gemeint ist rostfreier Edelstahl mit Chrom und Nickel, bei ASKO in der Legierung 18/9.

Infografik: ASKO 8 Steel mit acht Bauteilen aus Chromnickelstahl 18/9, daneben der Edelstahl-Innenraum

Welche Teile im Geschirrspüler es betrifft

Sprüharm, Sieb und Boden aus Edelstahl im Innenraum eines ASKO Geschirrspülers
Boden, Sieb und Sprüharm aus Edelstahl im ASKO Geschirrspüler.
Bauteil Aufgabe Worauf achten
Spülbehälter hält Wasser, Hitze und Dampf in der oberen Preisklasse meist Edelstahl, günstige Geräte teils Kunststoff
Bodenwanne sammelt Wasser und Speisereste rund um das Sieb oft ein Mix aus Edelstahl und Kunststoff
Sprüharme und Sprührohr verteilen das Wasser meist Kunststoff, Edelstahl bleibt auch bei Hitze formstabil
Siebe halten Speisereste zurück Feinsieb aus Edelstahl verfärbt nicht und hält lange
Körbe tragen das Geschirr stabiler Draht, gute Führung und leichtgängige Rollen
Füsse tragen das Gerät, gleichen Unebenheiten aus Metallfüsse lassen sich stabil ausrichten

Was für Edelstahl spricht

  • Hitzebeständig: Hygieneprogramme mit hohen Temperaturen setzen dem Material nicht zu.
  • Keine Verfärbungen: Tomatensauce, Curry oder Karotten hinterlassen auf Kunststoff mit der Zeit orange Spuren, auf Edelstahl nicht.
  • Geruchsneutral: Die glatte Oberfläche nimmt keine Gerüche an und bietet Ablagerungen wenig Halt.
  • Hilft beim Trocknen: An den Edelstahlwänden kondensiert der Dampf am Programmende gut.
  • Langlebig und wiederverwertbar: Edelstahl altert kaum und lässt sich am Ende gut rezyklieren.

Wo Kunststoff seine Berechtigung hat

Kunststoff ist nicht grundsätzlich schlecht. Moderne Kunststoffteile sind ausgereift, günstig in der Herstellung und leicht. Kunststoff kann nicht korrodieren, verschüttetes Regeneriersalz schadet ihm nicht. Viele Geräte mit Kunststoffteilen laufen jahrelang zuverlässig. Wer ein günstiges Gerät für wenige Spülgänge pro Woche sucht, ist damit gut bedient.

Bei häufiger Nutzung und hohen Temperaturen zeigt Edelstahl seine Stärken. Kunststoff kann mit den Jahren rauer werden und sich verfärben, und an rauen Stellen setzen sich Ablagerungen leichter fest.

Ein Tipp aus der Werkstatt: Salz und Enthärtung

Edelstahl ist rostfrei, aber nicht unempfindlich gegen Salz, das lange liegen bleibt. Verschüttetes Regeneriersalz kann den Boden auf Dauer angreifen. Starten Sie nach dem Nachfüllen deshalb gleich ein Programm oder spülen Sie verschüttete Körner weg. Verwenden Sie nur Regeneriersalz für Geschirrspüler, kein Speisesalz.

Wichtig ist auch die Enthärtung. In vielen Regionen der Schweiz ist das Wasser hart. Stellen Sie die Wasserhärte am Gerät nach dem Wert Ihres Wasserversorgers ein. Das schützt Heizung, Pumpe und Gläser vor Kalk.

Edelstahl allein macht noch kein langlebiges Gerät

Wie lange ein Geschirrspüler hält, hängt nicht nur vom Material ab. Pumpen, Heizung, Ventile und Elektronik müssen ebenso gut sein, und Ersatzteile müssen über Jahre verfügbar bleiben. Dazu kommt die Pflege: Sieb regelmässig reinigen, Salz und Klarspüler nachfüllen und hin und wieder ein heisses Programm laufen lassen, damit sich kein Fett ablagert.

Achten Sie beim Kauf deshalb auch auf Garantie, Service und Ersatzteile. Mehr dazu im Kaufratgeber Premium-Geschirrspüler.

8 Steel: so baut ASKO

Explosionsansicht der Edelstahl-Bauteile eines ASKO Geschirrspülers
Die Edelstahl-Bauteile eines ASKO Geschirrspülers in der Explosionsansicht.

ASKO setzt bei seinen Geschirrspülern konsequent auf Edelstahl und nennt das Konzept 8 Steel. Laut Datenblatt des Schweizer ASKO Importeurs FORS sind diese acht Bauteile aus Edelstahl:

  • Behälter
  • Auszüge
  • Spritzdüsen
  • Sprüharme
  • Siebe
  • Aussensockel
  • Füsse
  • Heizelement

Alle aktuellen ASKO Haushalts-Geschirrspüler in unserem Sortiment sind so gebaut. ASKO testet die Geräte nach eigenen Angaben auf eine Nutzungsdauer von 20 Jahren.

Chromnickelstahl 18/9

Edelstahl ist nicht gleich Edelstahl. ASKO verbaut laut FORS Chromnickelstahl 18/9, also Stahl mit rund 18 Prozent Chrom und 9 Prozent Nickel. Das Chrom bildet die schützende Oberfläche, die den Stahl rostfrei macht. Der Nickelanteil macht ihn laut dem Stahlhersteller Outokumpu zusätzlich beständiger in sauren Umgebungen. Im Geschirrspüler, wo täglich Reiniger, Speisereste und heisses Wasser zusammenkommen, ist das ein Vorteil.

Ein Edelstahlbehälter ist zudem nicht immer ganz aus Edelstahl. Bei manchen Einstiegsgeräten ist zum Beispiel der Boden des Spülbehälters aus Kunststoff. Wenn Ihnen das wichtig ist, lohnt sich ein Blick ins Datenblatt.

Aus der Werkstatt: Aus unserer Erfahrung in Service und Reparatur wirken die ASKO Behälter und Bauteile massiver als bei vielen anderen Geräten, die wir öffnen. Das ist unsere Einschätzung aus der Praxis, keine Herstellerangabe.

Mehr zur Technik lesen Sie im Beitrag Gebaut für die Ewigkeit: das steckt hinter 8 Steel. Dieselbe Frage stellt sich übrigens bei Waschmaschinen, dort beim Laugenbehälter: Woran man eine wirklich langlebige Waschmaschine erkennt.

Alle ASKO GeschirrspülerStandardhöheXXL

Im Video

Ein ASKO Geschirrspüler im Detail

Innenraum und Funktionen eines ASKO Geschirrspülers im Video.

Ein ASKO Geschirrspüler im Detail

ASKO Geschirrspüler: Aufbau, Körbe und Funktionen

Häufige Fragen

Rostet ein Geschirrspüler aus Edelstahl?

Rostfreier Edelstahl rostet bei normaler Nutzung nicht. Braune Punkte stammen meist von Flugrost, etwa von nicht rostfreiem Besteck oder Pfannen, oder von verschüttetem Salz. Sie lassen sich in der Regel wegwischen. Verschüttetes Regeneriersalz sollten Sie sofort wegspülen.

Warum verfärbt sich der Kunststoff im Geschirrspüler orange?

Farbstoffe aus Tomaten, Paprika, Curry oder Karotten lagern sich in Kunststoff ein. Das ist kein hygienisches Problem, aber sichtbar. Edelstahl nimmt diese Farbstoffe nicht auf.

Woran erkenne ich, welche Teile aus Edelstahl sind?

Schauen Sie in den geöffneten Geschirrspüler: Bodenwanne rund um das Sieb, Sprüharme und Sprührohr. Ein Magnet hilft übrigens nicht weiter, denn Edelstahl 18/9 ist kaum magnetisch. Im Zweifel fragen Sie nach dem Datenblatt.

Hält ein Geschirrspüler mit mehr Edelstahl länger?

Das Material ist ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige. Pumpen, Heizung und Elektronik, die richtig eingestellte Enthärtung und regelmässige Pflege entscheiden ebenso über die Lebensdauer.

Was bedeutet 8 Steel bei ASKO?

So nennt ASKO sein Konzept mit acht Bauteilen aus Chromnickelstahl 18/9: Behälter, Auszüge, Spritzdüsen, Sprüharme, Siebe, Aussensockel, Füsse und Heizelement. Das steht im Datenblatt des Schweizer Importeurs FORS.

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Den Unterschied sehen Sie am Gerät

Im ASKO Experience Center in Balsthal zeigen wir Ihnen die Geräte von innen. Oder rufen Sie uns an unter 062 391 03 65.

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